Leistungen: Managementsysteme

 

content image

Die Herausforderung

 

Managementsysteme sind als wirkungsvolles Instrumentarium zur Umsetzung unterschiedlichster Forderungskataloge weltweit anerkannt und vielfach erprobt. Eine Vielzahl an Normen und Leitfäden bieten den Unternehmen Hilfestellung, wenn es darum geht, zum Beispiel qualitäts-, sicherheits- oder umweltrelevante Forderungen systematisch umzusetzen.

 

Managementsysteme sollten jedoch neben der Umsetzung spezieller Forderungskataloge die Messbarkeit der festgelegten Aktivitäten beinhalten. Nur mit der Festlegung von quantifizierbaren Kenngrößen kann die Effizienz der einzelnen Prozesse über geeignete Benchmarks ermittelt und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet werden. Dieser Ansatz soll neben den rechtlichen Anforderungen insbesondere den Kosten-Nutzen-Aspekt der einzelnen Sicherheits- und Umweltschutzaktivitäten ermöglichen und Optimierungsansätze bei den relevanten Kosten ausweisen.

 

Managementsystem Spezial: „Die gerichtsfeste Organisation“

 

Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren ständig gestiegenen rechtlichen Anforderungen an die Organisation von Sicherheit (z.B. Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Anlagensicherheit) sehen sich heute Unternehmen aller Branchen zunehmend aufgefordert, ihre Organisation zu überprüfen und Anpassungen bzw. Veränderungen vorzunehmen. Mit solchen Maßnahmen zur Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation gilt es für sie sicherzustellen, dass ein ordnungsgemäßes Delegieren der den Organen der Unternehmen obliegenden Pflichten auf nachgeordnetes Führungspersonal und Beauftragte in dem erforderlichen Umgang erfolgt.

 

Auch wenn im deutschen Recht grundsätzlich Organisationsfreiheit herrscht, sollten gewisse Einschränkungen beachtet werden. So besteht die allgemeine Rechtspflicht, bei allen unternehmerischen Handlungen Rücksicht auf die Gefährdung anderer zu nehmen. Diese Rechtspflicht, auch Verkehrssicherungspflicht genannt, beruht auf dem Gedanken, dass jeder, der Gefahrenquellen schafft, die notwendigen Vorkehrungen zum Schutze Dritter zu treffen hat. Diese Rechtspflicht ist gesetzlich verankert in § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

 

Aufgrund der Vielfalt der Unternehmensaktivitäten und der damit verbunden innerbetrieblichen Arbeitsteilung, erwachsen der Geschäftsleitung besondere Sorgfalts- bzw. Verkehrssicherungspflichten. Die Delegation von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung impliziert die Pflicht, Mitarbeiter so sorgfältig auszuwählen, anzuleiten, auszurüsten und zu beaufsichtigen, dass durch ihr Tätigwerden Dritte nicht geschädigt werden. Im Falle des Schadenseintritts muss die Geschäftsleitung den Beweis führen, dass sie die ihr nachgeordneten Mitarbeiter sorgfältig ausgewählt, angewiesen und überwacht hat. Die Unternehmensleitung hat in jedem Fall die Leitungsfunktion hinsichtlich der Schaffung einer geeigneten innerbetrieblichen Organisation zu übernehmen. Ist eine Schädigung auf eine mangelnde Organisation zurück zuführen bzw. sind Auswahl-, Anweisung- und Überwachungspflichten nicht ausreichend wahrgenommen worden, so haftet nach § 831 BGB die Unternehmensleitung aufgrund eines Organisationsverschuldens.

 

Die Verletzung von Sorgfaltspflichten kann neben den haftungsrechtlichen Konsequenzen aus dem Zivilrecht auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Ist die Verletzung von Sorgfaltspflichten z.B. ursächlich für die Verletzung und gar Tötung eines Menschen, so ist der Inhaber der Sorgfaltspflichten dem Vorwurf einer Körperverletzung oder der fahrlässigen Tötung ausgesetzt.

 

 

Unser Vorgehen

 

Bei der Ausgestaltung von Managementsystemen sollten Unternehmen bestimmte Rahmenbedingungen beachten:

 

Managementsysteme sollten prozessorientiert aufgebaut sein. Das bedeutet: Die Umsetzung spezieller Forderungskataloge sollte in unternehmensspezifischen Prozessen integriert sein und - je nach Nutzer - unterschiedliche Detaillierungstiefen aufweisen. Nur auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass ein Managementsystem von den betroffenen Mitarbeitern aufgenommen und in der Praxis gelebt wird.

 

Managementsysteme sollten umfassend, aber „schlank“ aufgebaut sein. Systemsteuernde (z. B. Auditierung, kontinuierliche Verbesserungsprozesse) und unterstützende Regelungen (z. B. Reporting, Training, Kommunikation) unterschiedlicher Forderungskataloge sollten einheitlich festlegt sein. Durch das „vor die Klammer ziehen“ solcher Regelungen können Synergien - auch bei der Integration mehrerer Forderungskataloge - genutzt und das jeweilige Management effizienter betrieben werden.

 

Die Ausformulierung von Managementsystemen ist nicht selten mit einem kulturellen Wandel im Unternehmen verbunden, der einen erheblichen Aufwand für die Bewußtseinsbildung der Mitarbeiter mit sich bringen kann. Die bestehende Unternehmenskultur, die sich in den gängigen Handlungsabläufen und -weisen (konzern- oder teilbereichsspezifisch) widerspiegelt, sollte bei der Konzeption der Systeme deshalb soweit wie möglich berücksichtigt werden.

 

Die Vorgehensweise bei der Ausgestaltung eines Managementsystems sollte interaktiv nach den Prinzipien einer „lernenden Organisation“ erfolgen. Dabei ist es wichtig, die betroffenen Bereiche, Führungskräfte und Mitarbeiter bereits am Entstehungsprozess zu beteiligen.

 

Damit die Optimierung oder Einführung von Managementsystemen reibungslos und effektiv abläuft, bieten unsere Experten ihre Unterstützung für den Planungs- und Implementierungsprozess an. Wir arbeiten über den Gesamtprozess hinweg gemeinsam mit dem Kunden und leisten Hilfestellung dabei,

 

  • Forderungskataloge aus Normen und gesetzlichen Regelungen für die Belange des Unternehmens richtig zu interpretieren;
  • relevante Kern- und Unterstützungsprozesse zu identifizieren und so Managementsysteme für eine möglichst effiziente Nutzung zu gestalten;
  • Kenngrößensets zur Messung der Performance eingeführter Managementsysteme maßgeschneidert auf die Belange des Unternehmens auszuwählen oder zusammenzustellen;
  • notwendige Schulungs- und Trainingsmaßnahmen in der Einführungsphase eines Managementsystems nutzerorientiert vorzubereiten und wirkungsvoll durchzuführen;
  • zugehörige Auditsysteme so zu gestalten, dass sie möglichst unter Schonung knapper personeller Ressourcen hocheffizient die Wirksamkeit der Managementsysteme prüfen können.

 

 

Der Nutzen

 

Mit der Einführung von Managementsystemen kann für den Kunden ein vielfältiger Nutzen erzielt werden:

 

  • Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben kann mit dem Instrumentarium eines maßgeschneiderten und damit effektiven Managementsystems Dritten gegenüber demonstriert werden.
  • Falls die Überprüfung des Systems durch einen Gutachter von Dritten gefordert wird, stünde bereits ein zertifizierungsfähiges Managementsystem parat.
  • Praxiswerte zeigen, dass bei optimierter Vorgehensweise in der Einführung die Amortisationsdauer von Umweltmanagementsystemen in der chemischen Industrie durchschnittlich 1 bis 1,5 Jahre betragen kann. Eine Berücksichtigung von sicherheitsrelevanten Aspekten kann diese Amortisationsdauer weiter verkürzen.
  • Durch ein Managementsystem steht eine Plattform zur Verfügung mit der die Leistungen wichtiger organisatorischer Prozesse gemessen und mögliche Einsparpotenziale identifiziert werden können. Eine kontinuierliche Prozessoptimierung kann ermöglicht und Ressourcenschonung betrieben werden.

 

 

 

Kundenbereich

Name

Passwort

enter >>

 
>>